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Effizientes Controlling im Gastgewerbe: Die Schlüsselrolle für deinen Erfolg

Effizientes Controlling im Gastgewerbe
13:25

Volle Tische und steigende Umsätze bedeuten noch lange nicht automatisch, dass dein Restaurant oder Hotel wirtschaftlich erfolgreich arbeitet. Entscheidend ist, was nach Wareneinsatz, Personalkosten und weiteren Betriebskosten tatsächlich übrig bleibt.

Genau hier kommt das Controlling im Gastgewerbe ins Spiel. Es hilft dir dabei, deine wichtigsten Kennzahlen im Blick zu behalten, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und deinen Betrieb auf Basis aktueller Zahlen statt nach Bauchgefühl zu steuern.

Ob Restaurant, Café, Hotel oder Mehrbetriebsunternehmen: Ein strukturiertes Gastronomie-Controlling schafft Transparenz darüber, wo dein Betrieb wirtschaftlich steht und an welchen Stellen du gezielt optimieren kannst.

 

 

Was ist Controlling im Gastgewerbe?

Controlling im Gastgewerbe ist ein entscheidender Aspekt des Geschäftsmanagements, der darauf abzielt, die finanzielle Leistung, Effizienz und Rentabilität deines Restaurants, Hotels oder Cafés zu optimieren. Es handelt sich um einen systematischen Prozess, der die Planung, Überwachung und Steuerung von betrieblichen Abläufen und finanziellen Ressourcen umfasst.

In erster Linie beinhaltet das Gastgewerbe-Controlling die Analyse von Finanzdaten, die Überwachung von Einnahmen und Ausgaben, die Optimierung von Kostenstrukturen und die Bewertung der betrieblichen Leistung. Es ermöglicht dir, fundierte Entscheidungen zu treffen und dein Geschäft effektiv zu steuern.

Dabei geht modernes Controlling deutlich über den Blick auf Umsatz und Kontostand hinaus. Erst wenn du verschiedene Kennzahlen miteinander vergleichst, entsteht ein realistisches Bild davon, wie wirtschaftlich dein Betrieb tatsächlich arbeitet. Dazu gehören beispielsweise Umsatz und Umsatzentwicklung, Wareneinsatz, Personalkosten, Produktivität, Deckungsbeitrag sowie Soll-Ist-Abweichungen zum geplanten Budget.

Ein einfaches Beispiel: Dein Restaurant erzielt im aktuellen Monat 10 % mehr Umsatz. Gleichzeitig steigen deine Personalkosten und dein Wareneinsatz jedoch deutlich stärker. Der Umsatz entwickelt sich positiv – dein tatsächliches Ergebnis möglicherweise nicht.

Genau solche Zusammenhänge macht ein gutes Controlling sichtbar.

Warum ist Controlling im Gastgewerbe wichtig?

Die Gastronomie und Hotellerie arbeiten mit zahlreichen Kostenfaktoren, die sich teilweise schnell verändern können. Einkaufspreise steigen, Personalkosten verändern sich, Gästezahlen schwanken und Umsätze unterscheiden sich je nach Wochentag, Saison oder Standort.

Controlling hilft dir dabei, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. Statt erst im Nachhinein festzustellen, dass dein Ergebnis schlechter ausgefallen ist als erwartet, kannst du Abweichungen laufend analysieren.

Dabei erfüllt das Controlling mehrere wichtige Aufgaben:

 

  • Kostenoptimierung

    • Ein effektives Controlling hilft dabei, Kosten zu minimieren, ohne die Qualität deiner Produkte oder Dienstleistungen zu beeinträchtigen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund steigender Kosten und anderer wirtschaftlicher Herausforderungen entscheidend.

      Dabei geht es nicht einfach darum, überall zu sparen. Gutes Kostencontrolling zeigt dir, wo Kosten entstehen und wie sie sich entwickeln.

      Steigen beispielsweise deine Einkaufspreise? Wird bei einzelnen Produkten zu teuer eingekauft? Ist dein Wareneinsatz höher als geplant? Oder steigen deine Personalkosten stärker als dein Umsatz?

      Je früher du solche Entwicklungen erkennst, desto gezielter kannst du reagieren.

  • Umsatzsteigerung

    • Durch die Analyse von Verkaufsdaten und Trends kannst du gezielte Maßnahmen ergreifen, um deinen Umsatz zu steigern. Dies kann die Einführung neuer Gerichte, Marketingaktionen oder die Verbesserung des Kundenerlebnisses umfassen. 

      Dabei solltest du deinen Umsatz jedoch nie isoliert betrachten. Mehr Umsatz bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn.

      Für dein Controlling ist deshalb entscheidend, die Umsatzentwicklung gemeinsam mit den dazugehörigen Kosten zu analysieren. So erkennst du beispielsweise, ob ein höherer Umsatz tatsächlich zu einem besseren Ergebnis führt oder durch steigenden Wareneinsatz und höhere Personalkosten wieder aufgezehrt wird.

       

  • Ressourcenoptimierung

    • Controlling ermöglicht es dir, deine Ressourcen, einschließlich Personal und Inventar, effizient einzusetzen. Dies führt zu einer besseren Nutzung deiner betrieblichen Kapazitäten.

      Gerade beim Personal wird die Verbindung verschiedener Daten interessant. Statt ausschließlich auf die gesamten Personalkosten zu schauen, kannst du beispielsweise analysieren, wie sich Personalkosten und geleistete Arbeitsstunden im Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz entwickeln.

      So erkennst du besser, ob dein Personaleinsatz zur tatsächlichen Auslastung passt und an welchen Tagen, Zeiten oder Standorten Optimierungspotenzial besteht.

       

  • Risikomanagement

    • Du kannst potenzielle finanzielle Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sie zu minimieren. Dies kann dazu beitragen, finanzielle Engpässe zu verhindern.

      Ein wichtiger Bestandteil ist dabei der Vergleich von geplanten und tatsächlichen Ergebnissen. Soll-Ist-Vergleiche machen Abweichungen sichtbar, bevor daraus größere wirtschaftliche Probleme entstehen.

      Entwickeln sich beispielsweise Wareneinsatz oder Personalkosten anders als geplant, kannst du die Ursachen analysieren und entsprechende Maßnahmen einleiten.

      In der Mitte ein Kreis mit vier verschiedenen Farblinien - blau, gelb, grün, pink. Im linken oberen Eck eine Box mit blauer Umrandung und dem Text Kostenoptimierung, im linken unteren Eck eine Box mit gelber Umrandung und dem Text Ressourcenoptimierung, im rechten oberen Eck eine Box mit pinker Umrandung und dem Text Umsatzsteigerung und im rechten unteren Eck eine Box mit grüner Umrandung und dem Text Risikomanagement

Prozesse, Arbeitsweisen und Abläufe

Um ein erfolgreiches Controlling im Gastgewerbe zu etablieren, ist es wichtig, klare Prozesse, Arbeitsweisen und Abläufe zu definieren

Dabei spielt auch die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Werden Daten aus Rechnungen, Kassen, Personalmanagement oder Buchhaltung immer wieder manuell in Excel übertragen, kostet das nicht nur Zeit. Es erhöht auch das Risiko für Fehler und sorgt dafür, dass wichtige Auswertungen häufig erst verspätet verfügbar sind.

Modernes Gastronomie-Controlling sollte deshalb möglichst auf einer zentralen und zuverlässigen Datenbasis aufbauen.

  • Datenmanagement

    • Sorge für eine präzise Erfassung und Aufbewahrung von finanziellen Daten. Nutze moderne Buchhaltungs- und Managementsoftware, um den Überblick über deine Finanzen zu behalten. 

      Für ein aussagekräftiges Controlling reicht es jedoch nicht, Daten lediglich digital zu speichern. Die entscheidenden Informationen müssen miteinander verknüpft werden.

      Wenn beispielsweise Rechnungsdaten, Kassendaten und Personaldaten zusammengeführt werden, kannst du nicht nur einzelne Kosten betrachten, sondern deren Auswirkungen auf deinen gesamten Betrieb analysieren.

  • Regelmäßige Berichterstattung

    • Implementiere regelmäßige Berichterstattungszyklen, um deine finanzielle Leistung zu überwachen. Dies ermöglicht es dir, schnell auf Veränderungen zu reagieren. 

      Dabei gilt: Je früher relevante Daten verfügbar sind, desto schneller kannst du handeln.

      Wenn du erst Wochen später erkennst, dass dein Wareneinsatz deutlich gestiegen ist oder deine Personalkosten nicht mehr zum Umsatz passen, hast du wertvolle Zeit verloren. Aktuelle Reports und Dashboards helfen dir dabei, Abweichungen früher zu erkennen.

  • Budgetierung

    • Erstelle ein Budget, das als Leitfaden für deine finanziellen Ziele dient. Vergleiche regelmäßig die tatsächlichen Ergebnisse mit deinem Budget und passe es bei Bedarf an.

      Besonders wichtig ist dabei der Soll-Ist-Vergleich. Er zeigt dir, ob sich dein Betrieb so entwickelt, wie du es geplant hast.

      Liegt beispielsweise dein Umsatz unter dem geplanten Wert, während deine Personalkosten unverändert bleiben, kannst du frühzeitig reagieren. Das Gleiche gilt für Abweichungen beim Wareneinsatz oder anderen Betriebskosten.


  • Leistungsindikatoren

    • Definiere klare Leistungsindikatoren (KPIs), die du überwachen möchtest. Dies können Kennzahlen wie Umsatz pro Tisch, Bruttogewinnmarge und durchschnittlicher Warenbestand sein. 

      Welche Kennzahlen für dich entscheidend sind, hängt von deinem Betrieb ab. Ein einzelnes Restaurant benötigt teilweise andere Auswertungen als eine Restaurantgruppe oder ein Hotel mit mehreren gastronomischen Bereichen.

      Wichtig ist deshalb nicht die größtmögliche Anzahl an KPIs, sondern die Auswahl der Kennzahlen, die dir bei deinen täglichen und strategischen Entscheidungen wirklich helfen.

  • Schulung des Personals

    • Stelle sicher, dass dein Personal die Bedeutung des Controllings versteht und in die Prozesse eingebunden ist. Schulungen können dazu beitragen, das Bewusstsein für Kostenoptimierung und Effizienz zu schärfen. 

      Dabei müssen nicht alle Mitarbeitenden sämtliche Unternehmenskennzahlen kennen. Wichtig ist vielmehr, dass Verantwortliche verstehen, welche Auswirkungen operative Entscheidungen auf die wirtschaftlichen Ergebnisse haben.

      Das kann beispielsweise den Umgang mit Waren, die Einhaltung von Rezepturen, Bestellprozesse oder einen effizienten Personaleinsatz betreffen.


Controlling mit MEINbusiness: Daten zentral zusammenführen

Eine der größten Herausforderungen beim Controlling in Gastronomie und Hotellerie liegt häufig nicht darin, dass zu wenige Daten vorhanden sind. Das Gegenteil ist der Fall: Die Informationen liegen an vielen verschiedenen Stellen.

Umsätze kommen aus der Kasse, Rechnungen von unterschiedlichen Lieferanten, Personaldaten aus dem Personalmanagement und weitere Informationen aus der Buchhaltung oder anderen Systemen.

MEINbusiness führt relevante Geschäftsdaten zentral zusammen und bereitet sie für dein Controlling auf. Dadurch musst du Informationen nicht immer wieder manuell aus verschiedenen Quellen zusammentragen.

So kannst du beispielsweise Umsatz, Wareneinsatz, Personalkosten, Budget und weitere wichtige Kennzahlen gemeinsam betrachten und erkennst schneller, welche Faktoren dein wirtschaftliches Ergebnis beeinflussen.

Gerade bei mehreren Betrieben entsteht ein weiterer Vorteil: Standorte können auf einer einheitlichen Datenbasis miteinander verglichen werden. So erkennst du, welche Betriebe besonders gut performen und wo genauer hingeschaut werden sollte.

Das Ziel ist nicht mehr Controlling, sondern einfacheres Controlling: weniger manuelle Datenarbeit und mehr Zeit für die Entscheidungen, die du daraus ableitest.

 

Häufige Fragen zum Controlling im Gastgewerbe

Was versteht man unter Controlling in der Gastronomie?

Controlling in der Gastronomie umfasst die Planung, Analyse und Steuerung der wirtschaftlichen Entwicklung eines Betriebs. Dabei werden Kennzahlen wie Umsatz, Wareneinsatz, Personalkosten, Produktivität oder Deckungsbeitrag ausgewertet, um Entwicklungen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen.

Welche Kennzahlen sind für das Gastronomie-Controlling besonders wichtig?

Zu den wichtigen Kennzahlen gehören Umsatz, Umsatzentwicklung, Wareneinsatz, Wareneinsatzquote, Personalkosten, Personalkostenquote, Produktivität und Deckungsbeitrag. Zusätzlich helfen Budget- und Soll-Ist-Vergleiche dabei, die tatsächliche Entwicklung mit den geplanten Zielen abzugleichen.

Warum reicht der Umsatz allein zur Steuerung eines Restaurants nicht aus?

Ein hoher oder steigender Umsatz sagt noch nichts darüber aus, wie profitabel ein Restaurant arbeitet. Steigen gleichzeitig Wareneinsatz, Personalkosten oder andere Betriebskosten, kann der Gewinn trotz höherer Umsätze sinken. Deshalb sollten Umsatz und Kosten immer gemeinsam betrachtet werden.

Wie oft sollte das Controlling in der Gastronomie durchgeführt werden?

Wichtige operative Kennzahlen sollten möglichst regelmäßig ausgewertet werden. Je aktueller die Daten verfügbar sind, desto schneller kannst du auf Abweichungen reagieren. Zusätzlich sind Monats-, Quartals- und Jahresauswertungen sinnvoll, um langfristige Entwicklungen zu beurteilen.

Wie kann Software das Controlling in der Gastronomie erleichtern?

Controlling-Software kann Daten aus unterschiedlichen Bereichen automatisiert zusammenführen und in Reports oder Dashboards aufbereiten. Dadurch reduziert sich der manuelle Aufwand für die Datensammlung und wichtige Kennzahlen können schneller miteinander verglichen werden.

Fazit

Effizientes Controlling im Gastgewerbe bedeutet nicht, möglichst viele Zahlen zu sammeln. Es bedeutet, die richtigen Zahlen zur richtigen Zeit zu kennen und daraus die richtigen Entscheidungen abzuleiten.

Umsatz, Wareneinsatz, Personalkosten oder Deckungsbeitrag sollten deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Erst wenn du diese Kennzahlen miteinander verbindest, erkennst du, wo dein Restaurant oder Hotel tatsächlich wirtschaftlich steht und welche Faktoren dein Ergebnis beeinflussen.

MEINbusiness unterstützt dich dabei, relevante Geschäftsdaten aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen und verständlich aufzubereiten. Rechnungs-, Kassen-, Personal- und weitere Daten werden zu einer zentralen Grundlage für dein Controlling.

So kannst du Entwicklungen früher erkennen, Abweichungen analysieren und gezielter gegensteuern – klar, kompakt und entscheidend für dein Tagesgeschäft in Gastronomie und Hotellerie.

Simone

Simone ist Strategic Projects Manager bei MEINbusiness und kennt die Gastronomie aus eigener Erfahrung. Heute entwickelt sie Inhalte rund um Digitalisierung und betriebliche Steuerung. Dafür spricht sie regelmäßig im MEINbusiness-Podcast mit Menschen aus der Branche oder tauscht sich mit Kunden, F&B- und Projektmanagern über aktuelle Herausforderungen aus. Und wenn sie nicht gerade ein neues Projekt anschiebt oder tief in Zahlen eintaucht, ist sie mit ihrer Hündin Mila unterwegs – am liebsten draußen in der Natur.

Simone