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Controlling: Deckungsbeitrag 2 – Definition, Formel, Berechnung

Geschrieben von Laura | Oct 28, 2025, 1:13:06 PM

In den bisherigen Beiträgen haben wir bereits wichtige Themen behandelt – zuletzt die Personalkosten und die dazugehörigen Kennzahlen sowie den Deckungsbeitrag 1 (DB1). Diese Werte brauchst du nun für den nächsten Schritt: die Berechnung des Deckungsbeitrags 2 (DB2). Alles, was du darüber wissen musst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Inhaltsverzeichnis
  1. Deine Kosten fressen den Gewinn auf: Welche Rolle spielt der Deckungsbeitrag?
  2. Deckungsbeitrag 1 (DB1) ist die Grundlage deiner Kalkulation
  3. Deckungsbeitrag 2 (DB2) in der Gastronomie: einfach erklärt und richtig berechnet
  4. FAQs
  5. Fazit: Effektives Controlling ist unerlässlich: So geht's ganz einfach

 

Deine Kosten fressen den Gewinn auf: Welche Rolle spielt der Deckungsbeitrag?

In der Gastronomie steckt viel Leidenschaft – und noch mehr harte Arbeit. Deine Tische sind voll, die Gäste zufrieden, der Umsatz stimmt – und trotzdem bleibt am Monatsende kaum etwas übrig. Controlling hilft dir zu verstehen, wo dein Geld wirklich hingeht. Eine der wichtigsten Kennzahlen dabei ist der Deckungsbeitrag. Diesen gibt es in mehreren Stufen – von Deckungsbeitrag 1 (DB1) bis Deckungsbeitrag 5 (DB5).

Doch in der Praxis sind vor allem der Deckungsbeitrag 1 (DB1) und der Deckungsbeitrag 2 (DB2) entscheidend. Beide sind zentrale Kennzahlen im Controlling, werden aber unterschiedlich berechnet und berücksichtigen verschiedene Kostenfaktoren. Doch worin genau liegt der Unterschied zwischen den beiden?

 

Deckungsbeitrag 1 (DB1) ist die Grundlage deiner Kalkulation

Der Deckungsbeitrag 1 (DB1) zeigt dir, wie viel vom Verkaufspreis übrig bleibt, wenn du den Wareneinsatz abziehst – also alle Zutaten, die du zur Herstellung benötigst. Er bildet damit die Basis deiner Kalkulation und zeigt, ob ein Gericht überhaupt profitabel ist.

Wie die Berechnung genau funktioniert, was ein „guter“ Deckungsbeitrag 1 (DB1) ist und welche Möglichkeiten du hast, ihn zu ermitteln und zu optimieren, das kannst du in Teil 3 unserer Controlling- Reihe „Deckungsbeitrag 1 - Der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit“ nachlesen.

 

 

Deckungsbeitrag 2 (DB2) in der Gastronomie: einfach erklärt und richtig berechnet

Der Deckungsbeitrag 1 (Db1) reicht jedoch nicht aus, um die Wirtschaftlichkeit deines Betriebs zu beurteilen. Mit den Zutaten allein ist es noch nicht getan: Ohne dein Küchen- und Servicepersonal kommt kein Gericht auf den Tisch und gerade in der Gastronomie machen die Personalkosten einen erheblichen Teil der Gesamtkosten aus. Deshalb nehmen wir heute den Deckungsbeitrag 2 (DB2) genauer unter die Lupe.

Dieser berücksichtigt zusätzlich die Personalkosten, die direkt mit der Produktion oder dem Verkauf verbunden sind. So siehst du, wie viel deines Umsatzes nach Abzug von Waren- und Personalkosten übrig bleibt, um alle anderen Aufwendungen zu decken. Zusammen mit Kennzahlen wie der Wareneinsatzquote und der Stundenproduktivität zeigt dir der Deckungsbeitrag 2 (DB2), wo dein Betrieb Geld verdient und wo es verloren geht. So erkennst du, ob dein Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz steht und wo du effizienter werden kannst. Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) liefert dir damit ein deutlich vollständigeres Bild deiner Wirtschaftlichkeit. Die Berechnung funktioniert wie folgt:


Deckungsbeitrag 2 (DB2) in Euro oder Prozent berechnen – was ist wann sinnvoll?

Ob du den Deckungsbeitrag 2 (DB2) in Euro oder in Prozent berechnest, hängt davon ab, was du vergleichen willst:

  • In Euro (€): Der absolute Deckungsbeitrag 2 (DB2) zeigt dir, wie viel Geld tatsächlich übrigbleibt. Ideal, wenn du Gesamtbeträge bewerten willst – z. B. den Deckungsbeitrag 2 (Db2) eines Monats, eines Bereichs oder deines gesamten Betriebs.

  • In Prozent (%): Der relative Deckungsbeitrag 2 (DB2) zeigt dir, wie rentabel etwas im Verhältnis zum Umsatz ist. Perfekt, wenn du Gerichte, Bereiche oder Zeiträume miteinander vergleichen möchtest – unabhängig von deren Umsatzhöhe. So erkennst du auf einen Blick, wo du am meisten verdienst, und siehst gleichzeitig, welche Bereiche besonders wirtschaftlich arbeiten.

 

Wie und wofür du den Deckungsbeitrag 2 (DB2) berechnen kannst

Genau wie der Deckungsbeitrag 1 (Db1) lässt sich auch der Deckungsbeitrag 2 (DB2) auf unterschiedlichen Ebenen berechnen:

  • Pro Gericht: Zur Beurteilung eines einzelnen Gerichts – theoretisch und praktisch möglich, wenn du mit Soll-Arbeitszeiten kalkulierst, also mit der geplanten Zeit, die für die Zubereitung oder den Verkauf eines Gerichts anfällt. In der Praxis ist der Vergleich mit den tatsächlichen Ist-Daten aber schwierig, da diese meist nicht genau erfasst werden.
  • Pro Bereich: Für deine Küche oder den Service – hier werden alle Umsätze, Wareneinsätze und Personalkosten des jeweiligen Bereichs zusammen betrachtet.
  • Für den gesamten Betrieb: Für einen umfassenden Überblick über die Wirtschaftlichkeit.

Beispiel: Deckungsbeitrag 2 (DB2) für den Bereich Küche

Kennzahl (lt. BWA von August 2025)

Betrag

Umsatz Küche  100.000 €

Wareneinsatz Küche

35.500 €
Personalkosten Küche 40.000€

 

→ Deckungsbeitrag 2 (DB2) in Euro: 

     100.000€ - 35.000€ - 40.000€ = 25.000€

→ Deckungsbeitrag 2 (DB2) in Prozent:

    (25.000€ ÷ 100.000€) x 100 = 25%

Interpretation
Die Küche erwirtschaftet nach Abzug von Waren- und Personalkosten einen Deckungsbeitrag (DB) von 25 %. Dieser Betrag steht zur Verfügung, um Fixkosten zu decken und Gewinn zu erzielen.

In der Gastronomie liegt der Deckungsbeitrag 2 (DB2) meist zwischen 20 % und 40 %*, je nach Konzept und Betriebsgröße. Sinkt der Wert über einen längeren Zeitraum, liegt das oft an steigenden Personalkosten oder einer zu geringen Auslastung im Verhältnis zum Umsatz. Deshalb sollte man den Deckungsbeitrag 2 (DB2), wie auch alle anderen Kennzahlen im Controlling, möglichst laufend im Auge behalten.

* Angabe auf Basis von Erfahrungswerten zahlreicher Gastronomiebetriebe; der Wert dient lediglich zur Orientierung.

Was beeinflusst den Deckungsbeitrag 2 (DB2)?

Im Deckungsbeitrag 2 (DB2) spielen viele Faktoren zusammen: vom Personaleinsatz über die Auslastung bis hin zu Wareneinkauf und Preisgestaltung. Eine regelmäßige Analyse hilft dir, Entwicklungen früh zu erkennen und gezielte Maßnahmen einzuleiten.

Wichtig ist dabei, den Überblick über alle relevanten Daten und Kennzahlen zu behalten – denn nur so kannst du fundierte Entscheidungen für deinen Betrieb treffen. Mit digitalen Tools wie MEINbusiness wird das deutlich einfacher. 

 

Häufige Fragen zum Deckungsbeitrag 2

Was ist der Deckungsbeitrag 2?

Der Deckungsbeitrag 2 ist eine weiterführende Stufe der Deckungsbeitragsrechnung. In der in diesem Artikel verwendeten Controlling-Logik zeigt er, wie viel vom Umsatz nach Abzug von Wareneinsatz und Personalkosten übrig bleibt.

Wie berechnet man den DB2?

In diesem Artikel verwenden wir folgende Formel:

DB2 = Umsatz – Wareneinsatz – Personalkosten

Für die prozentuale Betrachtung gilt:

DB2-Quote = DB2 ÷ Umsatz × 100

Was ist der Unterschied zwischen DB1 und DB2?

Der DB1 berücksichtigt in der hier verwendeten Berechnung den Wareneinsatz. Beim DB2 werden zusätzlich die Personalkosten abgezogen. Dadurch zeigt der DB2, wie viel nach diesen beiden zentralen Kostenblöcken übrig bleibt.

Ist der Deckungsbeitrag 2 der Gewinn?

Nein. Vom DB2 müssen noch weitere Kosten wie Miete, Energie, Versicherungen, Reparaturen, Verwaltung oder Software gedeckt werden. Erst nach Berücksichtigung weiterer relevanter Kosten lässt sich beurteilen, welches Ergebnis tatsächlich verbleibt.

Was ist ein guter DB2 in der Gastronomie?

Einen allgemeingültigen optimalen DB2 gibt es nicht. Der passende Wert hängt stark vom Betriebskonzept und der Kostenstruktur ab. Besonders aussagekräftig sind deshalb Vergleiche mit deinem Budget, früheren Zeiträumen oder ähnlichen Standorten.

Warum kann mein Umsatz steigen und mein DB2 trotzdem sinken?

Das passiert, wenn Wareneinsatz und Personalkosten stärker steigen als dein Umsatz. Genau deshalb solltest du diese Kennzahlen immer gemeinsam betrachten.

Wie kann ich meinen DB2 verbessern?

Wichtige Hebel sind die Optimierung von Einkauf und Wareneinsatz, eine produktivere Personaleinsatzplanung, eine saubere Kalkulation sowie die regelmäßige Analyse von Umsatz und Verkaufspreisen.

Wie hilft MEINbusiness beim Deckungsbeitrag 2?

MEINbusiness führt relevante Daten aus Einkauf, Kasse und Personal zusammen. Dadurch entsteht eine zentrale Datengrundlage, mit der sich Entwicklungen bei Wareneinsatz, Personalkosten und Deckungsbeiträgen analysieren lassen.

 

Fazit: Effektives Controlling ist unerlässlich: So einfach geht's

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) zeigt dir, wie wirtschaftlich dein Betrieb tatsächlich arbeitet. Er macht sichtbar, wie Wareneinsatz, Personalaufwand und Umsatz zusammenhängen – und wo du ansetzen kannst, um effizienter zu werden. MEINbusiness führt die relevanten Daten aus Einkauf, Kasse und Personalplanung automatisch zusammen und macht so Kennzahlen wie den Deckungsbeitrag 1 (DB1) und Deckungsbeitrag 2 (DB2) auf einen Blick nachvollziehbar.

Darüber hinaus bietet MEINbusiness praktische Tools für deinen gesamten Betriebsablauf – von der digitalen Rezeptierung und Bestellverwaltung bis zur Aufbereitung deiner Buchhaltung. So hast du alle Kennzahlen an einem Ort, triffst Entscheidungen auf einer verlässlichen Datengrundlage und sorgst gleichzeitig dafür, dass Abläufe in deinem Betrieb einfacher und effizienter werden.